Besonders im Erwachsenenalter nimmt eine dauerhafte Belastung durch Stress zu. Hohe Anforderungen im Berufsleben und zunehmender familiärer Druck sind keine Seltenheit. Die Folgen sind häufige Störungen des Konzentrationsvermögens und ernste psychische Erkrankungen.

Hauptursache bei auftretenden Schwierigkeiten der Konzentration bei Erwachsenen, ist übermäßiger Stress. Durch eine erhöhte Belastung des Nervensystems wird ein Mechanismus aktiv, der unser Großhirn regelrecht abschaltet. Diese Beeinträchtigung führt zu Problemen bei der Lösungsfindung und vermindert das Denkvermögen.

Jeder Mensch hat im Bezug auf Stress eine andere Toleranzgrenze

In erster Linie ist es daher wichtig, seine eigene Grenze zu kennen. Konzentrationsstörungen können ein erstes Anzeichen für einen späteren „Burn Out“ oder eine Depression sein. Durch einen erhöhten Karrieredruck, hohe Arbeitszeiten und ständige Erreichbarkeit kommt es häufig zu einem permanenten Erschöpfungszustand. Diesem sollte so schnell wie möglich entgegen gewirkt werden.

Scheitert man etwa an den gesetzten Zielen im Beruf, führt das häufig zu Ängsten und negativen Verstimmungen. Die Folge ist, dass die Informationsverarbeitung im Gehirn blockiert wird. Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin können Ihre Aufgabe nicht mehr vollständig erfüllen. Glücks- und Zufriedenheitsgefühle werden dann nicht mehr ausgelöst und es kommt zu einer handfesten Depression.

Sollten Konzentrationsstörungen also dauerhaft stattfinden, ist es notwendig, die Ursache zu erforschen. Hier empfiehlt es sich besonders, durch kleine Veränderungen im Alltag herauszufinden, ob es sich um ernst zu nehmende Probleme in Folge einer psychischen Erkrankung handelt oder ob die Schwierigkeiten mit ein paar Tricks gelindert werden können.

Um Störungen der Konzentrationsfähigkeit entgegen zu wirken empfiehlt sich folgendes:

– Gehirnjogging – Das Internet ist voll von Anleitungen für Gedächtnisübungen im Alltag. Diese sollten Hin- und Wieder durchgeführt werden und können in der Regel bequem ins Berufsleben integriert werden.

– Sport – Durch Bewegung verbessert sich die Durchblutung und damit der Energiefluss im Körper. Radfahren, Joggen, Schwimmen oder Mannschaftssport, die Möglichkeiten sind vielseitig. Der positive Nebeneffekt ist dabei, dass auch eine Verbesserung der physischen Gesundheit eintritt und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert wird.

– Wenn die Zeit fehlt, um regelmäßig Sport zu treiben, sollten Bewegungsabläufe in den Alltag integriert werden. Das Nutzen der Treppe oder ein ausgiebiger Spaziergang in der Mittagspause sind nur einige Beispiele. Bereits 10 – 20 Minuten zusätzlicher Bewegung als Ausgleich zum Bürojob bewirken in der Regel wahre Wunder.

– verschiedene Hobbys konzentrieren sich direkt auf den Stressabbau. Tanz- oder Yogakurse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Empfehlenswert ist ebenso Tai Chi oder autogenes und meditatives Training.

– Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung gegen Konzentrationsstörungen. Um für einen ausgeglichenen Vitamin- und Mineralhaushalt zu sorgen, sollte auf Fast Food und zu viel Zucker verzichtet werden. Ziehen Sie frische und energiereiche Lebensmittel in Betracht. Vollkornbrot, Traubenzucker und Gemüse sind erstklassige Energiespender und halten auch in Stresssituationen fit.

– Verzicht auf zu viel Kaffee, Nikotin und Alkohol. Zuviel Kaffee steigert die Nervosität und beeinträchtigt damit die Aufmerksamkeit. Auf Nikotin- und Alkohol, sowie andere Sucht- oder Schadstoffe sollte im Allgemeinen verzichtet werden, da diese nicht nur schädlich für das Konzentrationsvermögen sind.

Nicht immer ist es also notwendig, Konzentrationsstörungen medikamentös zu behandeln. Sollten diese aber über einen längeren Zeitraum auftreten und tritt auch nach einer Veränderung der Gewohnheiten keine Verbesserung ein, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann neurologische Ursachen für die Probleme ausschließen und gegebenenfalls weitere Therapiemöglichkeiten empfehlen. Da die Ursache für Schwierigkeiten beim Konzentrieren oft vielseitig sind, sollte das Übel erst einmal an der Wurzel angepackt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.